FAQs / Häufig gestellte Fragen

Auf dieser Seite haben wir eine Auswahl von Fragestellungen aufgeführt, welche uns im täglichen Umgang mit unseren Produkten immer wieder begegnen.
Falls Sie weiterführende Fragen haben, welche tiefer in die Materie eintauchen, stehen Ihnen unsere kompetenten Servicemitarbeiter gerne jederzeit zur Verfügung.

  • Was ist der Unterschied zwischen PE und PP?

    Polyethylen, wie auch Polypropylen sind beides hervorragende Rohrmaterialien und besitzen im Wesentlichen sehr ähnliche Eigenschaften. Die Eigenschaften und Vorzüge der beiden Materialien behandeln wir ausführlich im Download-Bereich.

    Für den Rohrleitungsbau sind folgende Unterschiede als relevant zu erwähnen:

    • PP ist besser geeignet für den Einsatz bei höheren Temperaturen. Während wir den Einsatz von PE nur bis zu einer maximalen Dauertemperatur von 50°C-60°C empfehlen, kann PP durchaus bis zu einer Maximaltemperatur von 80°C-90°C im Dauerbetrieb eingesetzt werden.
    • Umgekehrt wird bei tiefen Temperaturen die Verarbeitung von PP problematischer. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt wird PP schlagempfindlich, bei noch tieferen Temperaturen dann spröde, während PE hier die deutlich besseren Eigenschaften aufweist.
    • PE ist deutlich unproblematischer beim Verschweissen. PP-Rohre können prinzipiell mit Elektroschweissmuffen verbunden werden, es gibt aber aufgrund der prinzipiell geringeren Wandstärke Einschränkungen, bezogen auf den Durchmesser und die Festigkeitsklasse. Auch beim Spiegelschweissen verlangt der Werkstoff PP höchste Aufmerksamkeit und sollte nur von erfahrenen Profis durchgeführt werden.

    Bei Fragen zum Verschweissen von PP wenden Sie sich bitte direkt an unseren technischen Support.

  • Sind PE - / PP - Rohre UV - beständig?

    Polyethylen und auch Polypropylen sind im Rohzustand nicht UV-stabil. Um diese Stabilität zu erreichen, muss dem Rohmaterial ein Zuschlagsstoff beigemischt werden, der Werkstoff wird `UV-stabilisiert`.

    • Bei Polyethylen wird ein sehr guter UV-Schutz durch die Beimengung von Kohlenstoff erreicht, dies ergibt eine sehr gute UV-Stabilisierung und bewirkt gleichzeitig eine schwarze Einfärbung der Rohre.
    • Bei Polypropylen mischen wir die Farbe `Caramel` zu, diese Farbe bewirkt, neben der Einfärbung und somit der optischen Kenntlichmachung des Rohrtyps, auch eine gute UV-Stabilisierung.

    Zusammenfassend kann gesagt werden, dass PP-Rohre so gut UV-stabilisiert sind, dass sie eine Lagerung im Freien, bevor sie Ihrer Bestimmung unter der Erde zugeführt werden, über einen längeren Zeitraum schadlos überstehen. PE-Rohre sind jedoch derartig UV-stabilisiert, dass sie sowohl für einen Einsatz unter, als auch für einen Einsatz über der Erdoberfläche geeignet sind.

  • Wie ist die Längenausdehnung eines PE bzw eines PP-Rohrs?

    Die temperaturbedingte Langenausdehnung von Kunststoffrohren ist ein Thema, dem Rechnung getragen werden muss.

    Die Längenausdehnungskoeffizienten unserer Kunststofftypen sind:

    • LD-PE ca. 0.17 mm/mK
    • HD-PE ca. 0.20 mm/mK
    • PP-HM ca. 0.17 mm/mK

    Dies bedeutet, dass ein Rohr LD-PE von einem Meter Länge, bei einer Temperaturerhöhung von einem Grad Celsius, um 0.17 mm länger wird, ebenso ist es bei PP-HM, und bei HD-PE sind es 0.20 mm.

    Dies gilt umgekehrt bei einem Temperaturrückgang, hier gilt der gleiche Faktor, nur verkürzt sich das Rohr entsprechend.

    Dieser Faktor gilt unabhängig vom Rohrdurchmesser und mutlipliziert sich entsprechend, wenn sich die Temperaturdifferenz oder die Rohrlänge multipliziert.

  • Was sagt der Langzeit- / Kurzzeit - E - Modul aus?

    Polyethylen und auch Polypropylen sind thermoplastische Kunststoffe. Thermoplastische Kunststoffe besitzen als Grundeigenschaft ein visko-elastisches Verhalten, das heisst, sie verformen sich bei Krafteinwirkung über die Zeit.

    Dieses Verhalten ist bei Kunststoffrohren absolut willkommen, es bedeutet, dass sich Kunststoffrohre ungeplanten Veränderungen im Bodengefüge anpassen können, wo andere, steife Werkstoffe, immer mehr unter Spannung geraten und im äussersten Fall versagen können.

    Visko - elastisches Verhalten tritt jedoch erst ab einer bestimmten Höhe der Krafteinwirkung ein, unter diesem Wert besitzt Kunststoff wie andere `normale` Werkstoffe ein vorhersagbares Verhalten. Der langfristige Elastizitätsmodul drückt diesen Wert aus. Bei der Dimensionierung von Kunststoffrohren für den Einsatzzeitraum wird also mit dem langfristigen E - Modul gerechnet.

    Zusammenfassend bedeutet das also:

    • Der kurzfristige E - Modul beschreibt das Verhalten von Kunststoff im Bezug auf kurzfristige Krafteinwirkungen, zum Beispiel Schlagkräfte oder ähnliches.
    • Der langfristige E - Modul beschreibt das Verhalten von Kunststoff auf langfristige Krafteinwirkungen, zum Beispiel Erdlasten oder ähnliches.
  • Enthalten LDPE - / HDPE - Rohre Halogene?

    Als Halogene bezeichnet man die siebte Hauptgruppe im Periodensystem:

    Chlor (Cl), Fluor (F), Brom (B), Jod (J) und noch die zwei extrem seltenen Stoffe Astat und Ununseptium.

    Das Halogen Chlor ist als Grundbestandteil in PVC enthalten, ansonsten werden Halogene im Kunststoffbereich hauptsächlich eingesetzt, um den Stoff brandhemmend und weitgehend selbstverlöschend zu machen.

    Diese Forderung besteht bei der Ummantelung von Elektrokabeln, deshalb werden hier oft Halogene zugemischt.

    Diese Forderung besteht aber nicht bei Kabelschutzrohren, dashalb werden hier keine Halogene zugemischt und deswegen sind diese Rohre auch halogenfrei.

  • Wie widersteht ein Kunststoff-Rohrsystem äusseren Belastungen?

    Flexible Kunststoff-Kanalrohre entziehen sich den mechanischen Einwirkungen durch Verformung. Das geschieht sowohl in axialer Richtung, bei Bettungsunterschieden, wie auch radial aufgrund der Lasteinwirkungen. Das umgebende Erdreich übernimmt die Lasten. Dies gilt für erwartete Lasten (Auflasten im Graben und Verkehrslasten), wie auch für unvorhergesehene Lasten aus Planungs- bzw. Verlegeabweichungen und späteren Bodenveränderungen. Die gleichmässige Bettung und ausreichende Verdichtung des Bettungsmaterials ist für alle Rohrmaterialien der entscheidende Faktor.

    Biegesteife Rohre (wie Beton- oder Gussrohre) sind das steifste Element im Boden-Rohr-System und müssen alle Lasten übernehmen. Die Reduktion des Auflagewinkels oder spätere Veränderungen im Bodengefüge können zu gefährlichen Lastkonzentrationen im Fusspunkt biegesteifer Rohre und damit zu deren Bruch führen.

    Die MFPA Weimar untersuchte den Lageversatz von Kanalrohren an einer Haltung, in der parallel Steinzeug- und Kunststoffrohre verlegt waren, und gewann folgende Erkenntnisse:

    • Der Lageversatz und damit die Neigung zu Unterbögen der Kunststoff-Rohre ist trotz geringerer Axialsteifigkeit niedriger
    • Die flexiblen Rohre entziehen sich den Bodenbelastungen, die sich aus der Verdichtung und der Setzung des Verfüllmaterials ergeben. Langfristig liegen diese Rohre mit konstanter Verformung und damit praktisch lastfrei im Boden.
    • Wesentliche Schäden bei biegesteifen Rohren treten durch Überlastung während der Setzungsphase oder bei nachträglichen Veränderungen im Bodengefüge auf. Flexible Kanalrohre leiten diese Lasten an das umgebende Erdreich ab. In den Schadensstatistiken kommunaler Rohrleitungen zeigt sich der Vorteil der Flexibilität, was obige Aussagen unterstreicht.
  • Wie stellt sich das Kunststoff-Rohr weiteren Belastungen?

    Hydraulik:

    Die Oberfläche von Kunststoff-Rohren ist aus Praxissicht nahezu hydraulisch glatt und prorenfrei. Ablagerungen können sich somit nicht festsetzen. Dies sind ideale Voraussetzungen für die Selbstreinigung. Dieser Umstand senkt gleichzeitig den Wartungsaufwand, da betriebsbedingte Wartungsintervalle verlängert werden können.

    Hochdruckspülungen:

    Kunststoffrohre zeigen beste Ergebnisse bei Hochdruckspülungen: Die Wanddickenstudie von Prof. Stein belegt, dass das System für die üblichen Wartungen und Spülungen auch langjährig sicher ausgelegt ist. Englische Untersuchungen haben ergeben, dass alle Arten von Ablagerungen mit max. 150 bar Spüldruck gelöst werden können.

    Kunststoff-Rohre sind für die üblichen Wartungen und Spülungen langjährig sicher ausgelegt. Es besteht ein hoher Selbstreinigungseffekt durch hydraulisch hydraulisch glatte und porenfreie Rohrinnenoberflächen. Untersuchungen an der ETH mit Reinigung bei 120 bar Spüldruck haben die Widerstandskraft der Kunststoffrohre bestätigt.

    Verformung und Durchfluss:

    Die Verformung hat keinen nennenswerten Einfluss auf die hydraulische Leistungsfähigkeit des Kanals. Beispielsweise hat eine Deformation von 5% lediglich eine Reduktion von 1% des hydraulischen Querschnitts zur Folge.

    Videoinspektion:

    Die glatte Rohrinnenfläche mit ihrer geringen Lichtabsorption schafft optimale Voraussetzungen für eine genaue Beurteilung des Kanalzustandes. Neuere Kamera-Systeme bevorzugen schwarze gegenüber weissen Rohrinnenflächen.

    Temperaturbeständigkeit:

    DIN EN 476 legt für öffentliche Abwasserkanäle eine ständige maximale Temperaturbeanspruchnung von 45°C für Rohre bis DN 200 und von 35°C für grössere Nennweiten fest. Der Werkstoff PE (max. 60°C) bietet hier sehr gute Sicherheiten, bei PP (max. 80°C) sind die Sicherheiten sogar noch deutlich höher.

  • Weshalb sind heute sogenannte `biegeweiche Rohrsysteme` verlangt?

    Biegeweiche Rohre können auf Veränderungen in ihrer Umgebung reagieren. Durch die Deformation des Rohres wird die Last der Umgebung überlassen und die auf das Rohr wirkende Kraft nimmt ab. So baut sich innerhalb relativ kurzer Zeit ein Gleichgewicht in der Rohrleitungszone auf und die Verformung kommt zum Stillstand. Die Anpassungsfähigkeit von biegeweichen Rohren trägt somit zur Verbesserung der Schadensstatistik bei. Solche zukunftssichere Materialien sind die von uns verarbeiteten Werkstoffe Polyethylen und Polypropylen. Sie überzeugen durch sehr gute chemische und hohe mechanische Beständigkeit sowie durch bei Weitem ausreichende Temperaturbeständigkeit. Biegeweichen Rohren gehört die Zukunft.

    Flexible Rohre kompensieren Verlegefehler, mangelhafte Bettung, Auflastungen und Veränderungen im Bodengefüge weitaus besser als biegesteife Rohre. Das gilt sowohl für die Einbauphase, vor allem aber während der Nutzungsphase.

    Die Verformungsfähigkeit der Kunststoffrohre führt zum Lastausgleich von Rohr und Bettung.

  • Wie gross ist der Lebenszyklus von Abwassersystemen?

    Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wird Abwasser in Kanälen gesammelt, die Kanalisation ist also langfristig gewachsen. 30% der Kanalisation sind älter als 50 Jahre und haben somit die derzeit veranschlagte Nutzungsdauer von 50 Jahren bereits überschritten.

    Altersaufbau der öffentlichen Abwasserkanäle in der Bundesrepublik Deutschland:

    • bis 25 Jahre: 32%
    • 26-50 Jahre: 38%
    • 51-75 Jahre: 11%
    • 76-99 Jahre: 15%
    • > 100 Jahre: 4%

    Der grösste Teil der Kanalisation ist also noch recht jung. 70% sind jünger als 50 Jahre und 32%, also fast ein Drittel, sogar jünger als 25 Jahre.

    Leider sind, trotz des geringen Alters vieler Rohre, bereits 31% der Gesamtkanalnetzlänge schadhaft und müssen dringend saniert werden (17% kurz- und 14% langfristig). Aus dieser Schadens- und Kostenanalyse resultieren zwei Forderungen:

    1. künftig sichere Systeme zu verlegen;

    2. die Lebensdauer der Kanalsysteme in Zukunft auf bis zu 100 Jahre, bei normalem Unterhalt, zu verlängern.

    Es besteht eine Wechselbeziehung zwischen Rohr-Wanddicke und Langlebigkeit: Betriebliche Belastungen durch Wartung, Abrieb und inneren Überdruck wirken ausschliesslich auf die Rohrinnenwand (Wand im Wasserweg). Ihre Robustheit und Widerstandsfähigkeit entscheidet über die Langlebigkeit des Abwasserkanals. Die solide ausgelegten Wanddicken der Kunststoff-Vollwand-Rohre orientieren sich an den langjährigen Belastungen aus dem Betrieb.

    Die Wanddicke der Kunststoff-Rohre berücksichtigt alle üblichen betrieblichen Belastungen auf Jahrzehnte hinaus.

  • Stellt `Quetschen` eine geeignete Abstelltechnik dar?

    Wenn Kunststoff-Wasserleitungen mit Elektroschweissmuffen repariert oder ergänzt werden müssen, ist Voraussetzung, dass der Wasserdurchfluss völlig abgestellt ist. Sind die Schieber nicht dicht, so bleibt oft als Notmassnahme (sofern weder eine Blase noch eine mechanische Verbindung zur Verfügung steht) nur das Quetschen übrig.

    Es besteht der Irrglaube, PE-Rohre seien ohne weiteres quetschfähig (ohne Einschränkung der Lebensdauer). Dies ist falsch, denn beim Quetschen wird die zulässige Biegedehnung überschritten. Zudem ist der Effekt auch sichtbar, da meistens eine Weissfärbung bzw. eine pastellartige Farbveränderung eintritt.

    Wichtig ist: Nach dem Quetschen muss die betreffende Stelle mit einer Elektroschweiss-Reparaturmuffe verstärkt werden. Nur dann kann eine dauerhafte Betriebstauglichkeit wieder hergestellt werden.

    Merke: Quetschen ist eine Notmassnahme und diesem Umstand muss Rechnung getragen werden!

  • Ist die Muffenverbindung, als kritischer Punkt, betriebssicher und wasserdicht, oder muss man schweissen?

    Die Normen fordern für Abwasserkanäle vor allem Langlebigkeit und Dichtigkeit. Das stellt hohe Anforderungen an die Muffenverbindungen. Kunststoffrohre bieten hier beste Voraussetzungen.

    Die Montage des Steckmuffenrohres ist einfach, die dickwandige Muffe verhält sich wie ein Festring. Die Muffenkonstruktion schützt den Dichtring zusätzlich vor mechanischen Überlastungen, z.B. durch Lageversatz. Um Wurzeleinwuchs und Undichtigkeiten vorzubeugen, müssen auch kapillare Undichtigkeiten in der Muffe unterbunden werden. Dazu ist die Aufrechterhaltung eines spezifischen Druckes zwischen Dichtelement und Rohr bzw. Muffe erforderlich. Diese Aufgabe erfüllt über die Betriebsdauer zuverlässig die Gummilippendichtung in der Muffe, es ist jedoch aus vorgenannten Gründen wichtig, während des Einbaus darauf zu achten, dass das Rohr im Muffenberich nicht zerkratzt wird, Beschädigungen sind generell zu vermeiden. Achten Sie bei der Montage auch auf den richtigen Sitz der Gummidichtung.

    Die einfache Montage, die Dichtigkeit selbst bei 30% Verformung und ihre Erhaltung über Jahrzehnte sind die Garantien für die Betriebssicherheit von modernen Kunststoffrohren.

    Somit kann gesagt werden, dass für jede normale Anwendung von Kanalrohren die Muffenverbindung den normativen Anforderungen genügt, ein Schweissen der Rohre ist hierfür nicht erforderlich.

  • Sind Kunststoffrohre aus PE oder PP radondicht?

    Radon ist ein Edelgas, welcher mit einer Halbwertszeit von rund 4 Tagen in radioaktive Folgeprodukte zerfällt. In Gebäude eindringende Bodenluft stellt in der Schweiz rund 40 Prozent der natürlichen Strahlenbelastung dar. Daher sollte, besonders in radonbelasteten Gebieten, bei Bauwerken Wert auf die Abdichtung gegen Bodenluft gelegt werden.

    Grundsätzlich sind bis auf wenige Ausnahmen (Glas, Metalle) alle im Baubereich eingesetzte Werkstoffe in kleinem oder grösserem Umfang gasdurchlässig, auch Radon kann so durch die Bauteile diffundieren.

    Jedoch zerfällt Radon während der Diffusion meist in seine Folgeprodukte, welche dann grösstenteils im Werkstoff verbleiben. Das Bundesamt für Gesundheit zitiert in einer Publikation einen Vorschlag von G. Keller, Universität Homburg, ab wann Werkstoffe als radondicht anzusehen sind. Demnach ist eine PE-HD-Folie mit einer Dicke von 1.5mm als radondicht anzusehen. Da Kunststoffrohrleitungen immer eine weitaus höhere Wandstärke aufweisen, sind gemäss dieser Publikation auch diese als radondicht anzusehen. Folgerichtig sind ebenfalls die Gummidichtungen in den Muffenverbindungen der Rohre als Radondicht anzusehen.

    Wichtiger sind vielmehr die Anordnung der Leitungsdurchführungen und die Art der Leitungsdurchführung an sich.

    Detaillierte Informationen erhalten Sie unter folgenden Links:

    Bundesamt für Gesundheit

    Radonhandbuch Schweiz

  • Wie gross ist der zulässige Biegeradius der Rohre?

    Grundsätzlich sollten Richtungsänderungen mit Formteilen wie Bögen, Winkeln oder T-Stücken durchgeführt werden, jedoch lässt die Flexibilität von Kunststoffrohren es durchaus zu, dass kleinere Richtungsänderungen über eine Biegung des Rohres vollzogen werden. So können unvorhergesehene Hindernisse umgangen werden und sonstige Anpassungen im Rohrgraben gut vorgenommen werden.

    Allerdings ist darauf zu achten, dass für diese Richtungsänderungen keine Abwinklungen im Muffenbereich vorgenommen werden, sondern ausschliesslich im Bereich des Rohres.

    Als Anhaltswert für den Biegeradius empfehlen wir für Druckrohre und für Kabelschutzrohre folgende Werte:

    • Verlegetemperatur +20°C: minimaler Biegeradius 30x Aussendurchmesser
    • Verlegetemperatur +10°C: minimaler Biegeradius 40x Aussendurchmesser
    • Verlagetemperatur + 5°C: minimaler Biegeradius 50x Aussendurchmesser

    Für Abwasserrohre empfehlen wir aufgrund der relativ geringen Wandstärke grössere Biegeradien, für PE-HD den 4-fachen Wert und für PP-HM den 8-fachen Wert der oben genannten Radien.

  • Wieso sind die HDPE - Rohre von Streng Plastic innen schwarz und nicht weiss?

    Die Forderung, Rohrsysteme innen weiss zu gestalten, kommt daher, dass ältere Kamerasysteme noch nicht so gut Kontraste abbilden konnten und deshalb weisse Oberflächen sich subjektiv besser eigneten, Unstimmigkeiten zu erkennen.

    Neuere Kamerasysteme sind jedoch durchaus in der Lage, Kontraste sehr gut abzubilden, hier ist eine schwarze Oberfläche tatsächlich besser, weil sich Unregelmässigkeiten besser erkennen lassen. Es verhält sich dann wie bei einer Autolackierung. Am anspruchsvollsten in Puncto Sauberkeit sind schwarz lackierte Autos, hier fällt schon die geringste Verschmutzung auf. Vermutlich ist deswegen Weiss als Lackierung für Automobile die letzten Jahre wieder salonfähig geworden: damit man den Dreck nicht so sieht...

    Wir produzieren unsere PE - Formteile ebenfalls in schwarz, es ist systembedingt extrem schwer, schwarze Formteile mit weisser Innenbeschichtung im Spritzguss herzustellen.

    Der Kontrast, welcher entstehen würde, wenn ein weisses Rohr in ein schwarzes Formteil übergeht, würde durch den extremen Farbkontrast an diesen Abschnitten der Rohrstrecke ein Erkennen von eventuellen Schwachstellen viel schwerer machen. Da gerade diese Rohrabschnitte fehleranfällig sind, halten wir es für umso wichtiger, ein einheitliches farbliches Erscheinungsbild zu gewährleisten.

  • Mit welchen Schweissgeräten können Strengweld - Elektroschweissmuffen geschweisst werden?

    Grundsätzlich sind Elektroschweissgeräte für unsere Strengweld - Muffen tauglich, welche mit Niederspannung bis 48 V funktionieren.

    Schweissgeräte müssen alle Anforderungen gemäss DVS 2208 erfüllen (insbesondere hinsichtlich Betriebssicherheit, Prüfung, Wartung, konstruktiver Gestaltung, Bedienabläufen, Geräteanforderungen, mechanischen Anforderungen und Kennzeichnung), sowie die Fähigkeit zur Aufzeichnung aller relevanten Daten gemäss Anforderungen der DVS 2208 und der DVS 2207 aufweisen. Eine manuelle Eingabe der Schweissparameter ist nicht ratsam (Fehlerquelle).

    Die folgende Liste, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, soll einen Überblick über die am Markt erhältlichen Hersteller bzw. Distributoren geben:

    Nicht geeignet für unsere Elektroschweissmuffen sind Schweissgeräte, welche mit anderen Spannungen funktioneren, z.B. Schweissgeräte der Firma Geberit oder anderer Hersteller.

    Im Zweifelsfall muss die Tauglichkeit anhand der technischen Daten des Gerätes überprüft werden.

  • Muss man Erdregister - oder Lüftungsrohre schweissen oder ist auch eine Verbindung mit Steckmuffen möglich?

    Grundsätzlich können Erdregister und Lüftungsrohre mit Steckmuffen verlegt werden, unsere Rohre sind auch für diesen Zweck ausreichend dicht.

    Wir empfehlen jedoch die Verlegung von verschweissten Rohren, dies erhöht die Sicherheit in jeder Hinsicht.